Das Rapportbuch (Auszug)

»Man mache Bekanntschaft mit einem klugen und einem eindrucksvollen Zeitroman.« (Hilde Spiel)

WL_Zeemann_Rapportbuch_Cover_3DDorothea Zeemanns Wien-Roman »Das Rapportbuch« ist genau beobachtet. Dieser »Rapport« ist dem gelebten Augenblick verpflichtet, einer entscheidenden Zäsur in der österreichischen Geschichte und Psyche. Die Jahreswende 1937/1938 durchleuchtet sie im Abstand von 20 Jahren erzählerisch raffiniert und eindringlich polyphon. Zeemann, die in Wien aufgewachsene und ausgebildete Krankenschwester, die Freundin Egon Friedells, der sich im März 1938 der Verhaftung durch die Nazis mit einem Sprung aus dem Fenster entzogen hatte, die Präsidentin des Österreichischen P.E.N.-Clubs, erweist sich in diesem Roman als Erzählerin von Rang, was durch ihre späteren autobiografischen, erotisch libertären Bücher und den Schatten ihres Geliebten Heimito von Doderer zu Unrecht etwas verdunkelt worden ist. (Geleitwort von Herausgeber Alexander Kluy)
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Nacht und Hoffnungslichter (Auszug)

Joseph Roths Feuilletons haben nie an Aktualität verloren.

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Joseph Roth im Jahr 1926

Sein erstes Feuilleton wurde 1919 in der eben gegründeten Wiener Tageszeitung Der Neue Tag publiziert, im Laufe des Jahres sollte Joseph Roth über 100 Beiträge verfassen. 1920 übersiedelte er nach Berlin, wo er u. a. für die renommierte Frankfurter Zeitung schrieb. Ab 1921 pendelte er zwischen Berlin und Wien und verfasste u. a. Artikel für Der Tag und das Prager Tagesblatt. Daneben verfolgte Roth bereits seine schriftstellerische Laufbahn und arbeitete an dem Text Das Spinnennetz, der 1923 als Fortsetzungsroman in der Wiener Arbeiter-Zeitung publiziert wurde. 1925 zog er für die Frankfurter Zeitung als Auslandskorrespondent für ein Jahr nach Paris. Danach ausgedehnte Reisen für Reportagen: 1926 Sowjetunion, 1927 Albanien und Jugoslawien, später das Saargebiet, 1928 Polen und Italien.

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Hoffend auf ein besseres Leben, eine bessere Liebe, eine menschlichere Welt

WL_Else_Feldmann_Cover_3D_rot»Die Erzählungen der Wienerin Else Feldmann sind urban. Und dabei progressiv. Sie sind voller Emphase und voller genau beobachteter, eingefangener und wiedergegebener Details des Lebens in der Stadt. Was die leidenschaftliche Sozialistin, passionierte Journalistin und engagierte Sozialreformerin präsentiert, die wusste, wovon sie schrieb, wenn sie Armut schilderte – sie selber war in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen und war jahrelang einfache Arbeiterin – und deren Lebensspuren nach dem gewaltsamen Tod im Sommer 1942 im KZ Sobibor für viele Jahrzehnte fast völlig verweht waren, ist ein Wien der Gefühle und Gefühllosigkeiten, der Liebe und der Lieblosigkeiten. Abenteuer Suchende treten bei ihr ebenso auf wie Abgestürzte. Es ist ein Land erfrorener Emotionen, eine Welt abgekämpfter Existenzen und, irgendwo im Hintergrund des pochenden Herzens, doch noch immer hoffender. Hoffend auf ein besseres Leben, eine bessere Liebe, eine menschlichere Welt.« (Alexander Kluy, Herausgeber der Reihe »Wiener Literaturen«) „Hoffend auf ein besseres Leben, eine bessere Liebe, eine menschlichere Welt“ weiterlesen

Ingeborg Bachmann, Hans Weigel & das Wien der Nachkriegszeit

Hans WeigelsWL_Weigel_Unvollendete_Symphonie_Cover_3D Roman »Unvollendete Symphonie« ist die unsentimentale Aufarbeitung einer Beziehung zwischen zwei Menschen im Wien der schwierigen Nachkriegszeit, die geprägt ist von Emigration und Wiederkehr: ein literarisches Zeitdokument und eine Liebeserklärung an Wien.

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